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Der Verein


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FC St. Pauli
Verweis auf... FC St. Pauli von 1910 e.V.
Auf dem Heiligengeistfeld
20359 Hamburg
Tel.: 317874-0



Der Verein (Die Fussballabteilung, sorry!)

Der FC St. Pauli begeht 2010 sein hundertj├Ąhriges Jubil├Ąum, jedenfalls wenn man nach dem Datum geht, das das Vereinsemblem schm├╝ckt, aber wie so vieles bei diesem irgendwie anderen Verein ist die Geschichte dann doch nicht so einfach. Deshalb lohnt sich ein kleiner Blick in die Geschichte dieses Clubs, der ein bi├čchen ein Mythos und ein Kultverein, eine Mischung aus Event, Spass, Entertainment und harter Arbeit auf┬┤m Platz ist. Kein anderer Verein, der ├╝berall auf der Welt Fans und ebenso ├╝berzeugte Gegner hat, der Leidenschaft, Begeisterung, Hingabe aber auch Schmerz, Elend, Depression und Abneigung erzeugt, ohne dabei in den letzten 99 Jahren auch nur irgend etwas bedeutendes gewonnen zu haben.

Und das wird sich auch nicht so schnell ├Ąndern!
Bis ins Jahr 1862 reichen die Wurzeln des Hamburg St.Pauli Turnvereins, aus dem sich um 1899 einige Mitglieder vom Turnen so gelangweilt f├╝hlten, da├č sie ihre sportliche Bet├Ątigung auf Faust- und Schlagball ausweiteten. Erst ab 1907 trafen sich dann - wie sollte es bei St. Pauli anders sein - einige Sportfreunde in einer Kneipe auf dem Kiez und beschlossen sich beim Fussball zu versuchen.
Es folgten einige Freundschaftsspiele und schlie├člich im April 1910 der Beitritt zum Norddeutschen Fussballverband, um dann am 15.Mai 1910 offiziell die Fussballabteilung innerhalb des Turnvereins zu gr├╝nden, was das Gr├╝ndungsdatum erkl├Ąrt, obwohl Puristen behaupten, 1907 w├Ąre eigentlich richtig.

Die Entwicklung zu dem was der Verein heute ist, begann mitte der achtziger Jahre. Nachdem der Verein, der jahrelang unbeobachtet mehr schlecht als recht unterklassig unterwegs war (mit der Ausnahme 1977), es geschafft hatte die Erste Liga zu erreichen. Die Fanszene war mittlerweile eine ├Ąu├čerst politisierte und engagierte und bunte Mischung von Leuten, die weder mit den anderen typischen deutschen Vereinen noch mit der Gesellschaft und ihren Widerspr├╝chen etwas anfangen konnten und ihr ÔÇ×anders und links seinÔÇť so auch auf St. Pauli ├╝bertrugen. Damit wurde auch der Verein nicht nur als der Arbeiterverein vom Kiez identifiziert, sondern als der typische linke Verein gesehen, bei dem sich der schwarze Block und die Bewohner der Hafenstra├če, Punker und die linke Szene trafen, um sich an der liebsten deutschen Nebensache zu erfreuen.

Auf der anderen Seite f├╝hrte diese besondere Fanstruktur dazu, da├č der Club sich bald selbst an sozialen Projekten beteiligte oder als einer der ersten eine betont antirassistische, antifaschistische gegen Homosexuellenfeindlichkeit ausgerichtete Stadionordnung hatte. Aber dieses Wissen um ein anderes Leben neben dem Fussball erzeugte auch diese einzigartige Stimmung bei den Fans, die bei aller Leidenschaft und Hingabe den Spass und die Unterhaltung nicht vergassen und auch nach deutlichen Niederlagen das Paadie machen nicht aus den Augen verloren.

Mittlerweile spielt nat├╝rlich auch der wirtschaftliche Faktor eine riesen Rolle. So verdient der Verein ├╝ber Merchandise, Kartenverk├Ąufe etc. und z.B. eine eigenen St. Pauli Flimmerkiste im Internet sein Geld und auch das Viertel mit seiner Reeperbahn und den vielen Kneipen, Restaurants oder Hotels lebt auch vom FC.
Am wichtigsten ist aber immer noch das Erlebnis St. Pauli: mit einzigartigen Fans, gro├čartiger Stimmung und leidenschaftlichem Fussball, der ein Besuch bei diesem ÔÇ×KultvereinÔÇť immer wieder zu einem einzigartigen Erlebnis macht.

Literaturhinweise: z.B. You┬┤ll never walk alone ( Martens ), 100 Jahre Fahrstuhlfahrt
( Carstensen ), ├ťbersteiger ( Fanzine )

von .Redaktion   25.08.2009
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